Gründungsreport 2025: Rheinland-Pfalz wird weiblicher, internationaler – aber bei Startups gibt’s Nachholbedarf

Gründungsreport 2025: Rheinland-Pfalz wird weiblicher, internationaler – aber bei Startups gibt’s Nachholbedarf

Die Zahl der Unternehmensgründungen in Rheinland-Pfalz ist 2024 weiter gestiegen. Das geht aus dem neuen Gründungsreport hervor, den die Industrie- und Handelskammern gemeinsam mit den Handwerkskammern veröffentlicht haben. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr über 34.500 Gewerbeanmeldungen im Land registriert – das ist das zweitbeste Ergebnis seit 2015.

Auffällig: Die Gründungslandschaft wird zunehmend vielfältiger. Jede dritte Gründung in Rheinland-Pfalz stammt inzwischen von einer Frau. Auch der Anteil internationaler Gründer:innen steigt – rund elf Prozent der Neugründungen gehen auf Personen aus Nicht-EU-Staaten zurück. Die Kammern werten das als Standortvorteil: Vielfalt bringe neue Ideen und Perspektiven in die Wirtschaft.

Gleichzeitig zeigt der Report, dass Rheinland-Pfalz beim Thema Startups noch aufholen muss. Mit nur 65 Gründungen in diesem Bereich landet das Land bundesweit auf Platz zehn. Es fehlt laut Kammern an struktureller Unterstützung für innovative Geschäftsmodelle – etwa durch mehr Inkubatoren, bessere digitale Verwaltungsprozesse oder gezielte Förderprogramme.

Immerhin: Die Zahl wirtschaftlich relevanter Betriebsgründungen steigt, und das Handwerk präsentiert sich insgesamt stabil.