Lohnstreit mit Signalwirkung: Proteste vor Air Base Ramstein

Lohnstreit mit Signalwirkung: Proteste vor Air Base Ramstein

Die Tarifverhandlungen für die Zivilbeschäftigten an US-Militäreinrichtungen in Deutschland sind ins Stocken geraten. Als Reaktion darauf haben am Mittwoch rund 600 Beschäftigte vor der Air Base Ramstein demonstriert. Aufgerufen zu der Kundgebung hatten die Gewerkschaften ver.di und NGG, die mit dem bisherigen Angebot der Arbeitgeberseite unzufrieden sind.

Konkret geht es um das Gehaltsangebot von lediglich 1,7 Prozent mehr Lohn, das die Gewerkschaften als deutlich zu niedrig bewerten – vor allem angesichts der Inflation und gestiegenen Lebenshaltungskosten. Auch ein möglicher Schlichtungsvorschlag wurde seitens der Arbeitgeber abgelehnt.

Ver.di fordert stattdessen eine monatliche Lohnerhöhung um 320 Euro – zusätzlich drei Prozent mehr Gehalt für die rund 9.000 zivilen Beschäftigten der US-Streitkräfte in Rheinland-Pfalz. Diese arbeiten unter anderem in Bereichen wie Technik, Logistik, Küche, Sicherheit oder Verwaltung auf US-Stützpunkten wie Ramstein, Spangdahlem oder Baumholder.

Die Gewerkschaften betonten bei der Demonstration die Bedeutung der Beschäftigten für den Betrieb der US-Einrichtungen und forderten mehr Wertschätzung für ihre Arbeit. Wie es im Tarifstreit weitergeht, ist aktuell noch offen.