Strafbefehl nach Vergiftungsvorwurf: Ex-AfD-Politikerin akzeptiert Geldstrafe

Strafbefehl nach Vergiftungsvorwurf: Ex-AfD-Politikerin akzeptiert Geldstrafe

Ein skurriler Rechtsstreit sorgt in der Südwestpfalz für Aufsehen: Eine ehemalige AfD-Politikerin hat einen Strafbefehl in Höhe von 300 Euro erhalten, weil sie den Kreisvorsitzenden ihrer Partei, Lutz Wendel, öffentlich beschuldigt hatte, sie vergiftet zu haben.

Vor dem Amtsgericht Pirmasens bekräftigte die 74-Jährige ihre Anschuldigungen, konnte jedoch keinerlei medizinische Beweise für eine Vergiftung vorlegen. Der Konflikt soll sich im Zuge der Listenaufstellung zur Kommunalwahl im vergangenen Jahr zugespitzt haben. Die Frau war dabei nicht berücksichtigt worden, woraufhin sie Wendel der Vergiftung bezichtigte.

Der Kreisvorsitzende erstattete daraufhin Anzeige wegen Verleumdung. Ursprünglich drohte der ehemaligen Politikerin eine höhere Strafe, da sie offenbar auch falsche Angaben zu ihren Vermögensverhältnissen gemacht hatte. Letztlich zog sie ihren Widerspruch zurück und akzeptierte die Geldstrafe.

Die AfD reagiert nun mit Konsequenzen: Ein Parteiausschlussverfahren gegen die Frau wurde bereits eingeleitet. Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass interne Streitigkeiten in der Partei nicht selten in gerichtlichen Auseinandersetzungen enden.